1. Schleuderung 2016

In den letzten Wochen konnten wir das erste Mal in diesem Jahr schleudern. Dafür haben wir diesmal mehrere Tage eingeplant. Gestartet wurde am 19. Mai und die letzten Tropfen flossen am 24. Mai aus der Schleuder. Wie es bereits fast Tradition geworden ist, wurden wir tatkräftig von dem Ehepaar Tropschuh aus Bruchenbrücken unterstützt.

Wir können mit der Ernte sehr zufrieden sein. Es wurden sehr gute Wassergehalte gemessen – die nächste Honigprämierung kann also kommen! Viele, viele Eimer Honig stehen nun zum Abfüllen bereit. Ab Mitte Juni wird wieder frischer Blütenhonig (der Helle) verkauft.

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Jahresrückblick 2015

2015 war wieder einmal ein spannendes Jahr für die Imkerei Ruppel. An dieser Stelle möchten wir unsere Kundschaft, Imkerkollegen, Freunde und interessierte Honigliebhaber darüber informieren, was wir im letzten Jahr erlebt haben.

Zu Beginn des Jahres gab es noch einige Einsätze der Hessischen Honigkönigin 2014. Unter anderem ist die Familie nach Berlin zur Grünen Woche gereist und hat es sich dort gut gehen lassen. Auf der Land und Genuss Messe in Frankfurt dagegen waren wir als Aussteller mit dabei. Dabei halfen wir bereits Tage zuvor beim Aufbau und neben der Standbetreuung und dem Verkauf blieb nur wenig Zeit, die anderen Aussteller zu begutachten.

Neben der Moderation einer Jubliäumsfeier und einigen kleineren Auftritten war vor allem der Hessische Imkertag vom 27. – 29. März in Wolfhagen eine wichtige Veranstaltung. Hier ging das Königinnenjahr stilvoll zuende und wurde mit einem eigenen Völkchen als Dankeschön belohnt.

In der Imkerei spielt nicht nur die Präsentation und der Verkauf eine große Rolle; auch die Weiterbildung sollte nicht vernachlässigt werden. Hierfür besuchte Ernst mehrere Fortbildungen als Imkerberater. Um sein reichhaltiges Wissen an die Vereinskollegen weiterzugeben, hat er im Laufe des Jahres mehrere Schulungen organisiert, die von der Bewertung von Völkerverlusten bis hin zur Gesundheitsvorsorge reichten.

Auch Interessierte, die nicht Mitglied des Imkervereins Friedberg und Umgebung e. V. sind, konnten in diesem Jahr etwas über die Arbeiten eines Imkers lernen. Beim Jubiläum des Wetterauer Landgenuss am 19. Juli haben wir ein “Schauschleudern” durchgeführt. Dabei wurde der Weg des Honigs von der Wabe ins Glas demonstriert, indem unter den aufmerksamen Augen des Publikums die Waben einem vollständigen Bienenvolk entnommen und anschließend direkt geschleudert wurden. Die Teilnehmer konnten sich den “frisch abgezapften” Honig direkt im Glas mitnehmen.

Auch für die Grundschule ist unsere Imkerei offen. Am 7. Juli erhielten wir Besuch von einer Projektgruppe der Brüder-Grimm-Schule und der Sprachheilschule. Die 14 Schüler konnten hierbei einiges über das Leben der Biene lernen, stellten teilweise recht überraschende Fragen und zeigten reges Interesse daran, auch einmal in den Imkerschleier zu schlüpfen und ganz nah ans Volk zu gehen.

Die Honigernte war in diesem Jahr insgesamt sehr gut. Bereits Mitte März waren unsere Restbestände der letzten Saison verkauft. Trotz eines ungünstigen Winters mit relativ hohen Verlusten waren unsere Bienen so fleißig, dass wir endlich wieder drei Mal schleudern konnten (Ende Mai, Ende Juni und Anfang August). Wie bereits in den Jahren zuvor haben wir mehrere Proben zur Honigprämierung eingereicht. Bei dieser Prämierung wird die Qualität der Honigs überprüft. Erneut haben wir die Bestätigung erhalten, dass unser Honig von zu den besten gehört. Bei der Prämierung kam ich noch einmal als Ho-Kö zum Einsatz, da die amtierende Hoheit nicht verfügbar war. Somit durfte ich meinen Eltern und auch mir selbst die entsprechenden Unterlagen für eine “goldene” Auszeichnung überreichen.

Weiterhin waren wir in diesem Jahr das erste Mal als Aussteller beim Erntedankfest des Regionalbauernvereins vertreten. Wie üblich waren Petra und Ernst als Betreuer auf dem Hessentag in Hofgeismar am Stand des Landesverbandes Hessischer Imker aktiv. Beim Markt der Region in Friedberg hatte der Imkerverein Friedberg u. Umgebung e. V. wieder einen Stand, bei dem wir mit aktiv waren.

Den Jahresabschluss stellten der Weihnachtmarkt in Florstadt am 1. Advent und der Weihnachtsmarkt in Hungen am 2. Advent dar. Alle Jahre wieder – und das mit viel Spaß!

Alles in allem können wir auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken und hoffen, dass 2016 ebenfalls so gut wird.

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Kreiserntedankfest in Bad Nauheim

 

Wir warten auf den Besucheransturm

Nachdem wir 2014 das Kreiserntedankfest in Friedberg als “Hofstaat” der Honigkönigin besuchten, durften wir in diesem Jahr aktiv tätig werden. Auf dem Wilhelminenhof der Familie Hartmann in Bad Nauheim hatten auch wir neben Regionalbauernverband, Ziegenzüchtern, Landesvereinigung Milch, diversen Speise- und Getränkeständen und vielen anderen einen Info- und Verkaufsstand. Vielleicht sollte man eher sagen, ein “Ständchen”; aber da unsere diesjährige Honigernte inzwischen abgeschlossen ist, konnten wir immerhin drei verschiedene Honige anbieten. Die Einladung zum Honig probieren wurde gerne angenommen und manch einer konnte nicht widerstehen,  mal an einer echten Bienenwachskerze zu schnuppern.

Der Altar (ein umfunktionierter Ladewagen) mit den Erntedankgaben - inkl. Honig

Und wir genossen natürlich auch die kulinarischen Köstlichkeiten, die angeboten wurden, z. B. leckere Milch und frisch zubereitete Kartoffelchips! Alles in allem war es ein abwechslungsreicher Tag mit interessanten Gesprächen, neuen Erfahrungen – und sogar das Wetter hat mitgespielt. Es begann erst zu regnen als wir auf dem Heimweg waren …

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46. Hessischer Imkertag

Der letzte Empfang im Rathaus in Wolfhagen

Der letzte Empfang im Rathaus in Wolfhagen

Über ein ganzes Jahr ist der Hessische Imkertag in Bad Nauheim schon her! Für mich ist also die Zeit gekommen, abzudanken. Einerseits ist das natürlich traurig, andererseits ist es schön, wieder mehr Freizeit zu haben. Aber was mach ich jetzt nur mit der vielen Zeit? Ach ja, ich bekomme ja bald mein eigenes Volk, um das ich mich kümmern kann :-)

Das Jahr hat mir viele eindrucksvolle Erlebnisse beschert. Ich habe eine Menge gelernt und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Natürlich hat es mich auch nicht wenig Zeit und Nerven gekostet (nicht nur mich, sondern auch meine lieben Eltern). So kenne ich jetzt z. B. wieder das Glaubensbekenntnis auswendig, weiß wie man Bratwurstflecken aus Abendkleidern bekommt und Harzflecken von Schärpen. Ich habe gelernt, dass es Kleider gibt, die kein Wasser abbekommen dürfen und dass man mit Krönchen nicht zu wild tanzen darf. Und noch so vieles mehr!

Der Imkertag dieses Jahr hat mir aus mehreren Gründen sehr gut gefallen. Zu allererst sei das abwechslungsreiche Programm mit Big Band, Tanz- und Gesangseinlagen genannt.

Dann war ich erstaunlicherweise relativ gut auf meinen Abschied vorbereitet. Meine Rede war fertig und noch nie war ich so entspannt vor einem Auftritt. (“Was soll schon schief gehen?”). Zum anderen habe ich mir den Spaß erlaubt, dem geschäftsführenden Vorstand des LHI ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk zu machen. Am meisten hat es mich gefreut, dass die Herren sich gleich mit meiner “Ruppelschen Winterbehandlungs-bommelmütze” haben ablichten lassen. Ja, mit den Imkern hat man Spaß!

Vorstand des LHI mit meinem Abschiedsgeschenk

Vorstand des LHI mit meinem Abschiedsgeschenk

Ich wünsche meiner lieben Nachfolgerin Jana I., dass sie ihre Amtszeit genauso genießt wie ich die meine!

*Noch eine kleine Anmerkung für diejenigen die meine “Ich-verteile-alle-Autogrammkarten”-Wette mit meiner Mutter mitbekommen haben. Ich habe es geschafft die letzten Karten auf dem HIT in Wolfhagen zu verteilen. Der Wetteinsatz, eine Flasche Champagner, wird in den kommenden Tagen verkostet.

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150-jähriges Jubiläum des Bienenzuchtverein Langen e.V.

Die Akademische Feier des Bienenzuchtvereins Langen zum 150-jährigen Jubiläum wurde von der Hessischen Honigkönigin 2014 moderiert. Noch eine Veranstaltung, vor der ich ein kleines bisschen Angst hatte. Schließlich habe ich noch nie eine Moderation übernommen. Im Allgemeinen gingen meine Auftritte kaum über Grußworte und 1-on-1 Kommunikation hinaus. Nun aber die Moderation einer ganzen Veranstaltung – auch noch einer akademischen… Ohje!

Da ich aber bekanntermaßen gerne Sachen mache, die eine Herausforderung darstellen (Stichwort „Wie wird man eigentlich Honigkönigin?“), musste ich diese Chance einfach ergreifen. Entsprechend war mein Plan entspannt, super gut vorbereitet und unterhaltsam durch das Programm zu führen. Zur Umsetzung: Entspannt war ich auf jeden Fall nicht. Super gut vorbereitet sieht auch anders aus (Klausurenphasen kommen auch immer so überraschend…). Aber unterhaltsam… das könnte zumindest zutreffen.

Es war schon ein ganz anderes Gefühl mit Hosenanzug, Diadem und Schärpe aufzutreten. Da ist der innere Konflikt quasi vorprogrammiert. (Bin ich nun eher seriös oder eher prinzessinnenhaft?) Gemessen an den Reaktionen beim anschließenden Empfang zum Feiern des Jubiläums, glaube ich jedoch, dass ich meine Sache ganz gut gemacht habe.

Natürlich bin ich selbst mit mir nicht so zufrieden… Aber falls es sich irgendwann in naher oder ferner Zukunft ergibt, dass ich erneut eine Veranstaltung zu moderieren habe, habe ich zumindest die Möglichkeit mich zu steigern.

Die Berichterstattung zur Feierlichkeit findet sich u. a. hier: “Damit es weiter summt und brummt” (Ganze 4 Mal in einem Artikel als “Bienenkönigin” bezeichnet zu werden ist nicht schön. Insbesondere wenn das noch von folgendem Satz begleitet wird: “Es machte „summ“, dann stand sie auf der Bühne.” Und dazu ein Foto mit mir und meiner gut leserlichen Schärpe …. )

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Grüne Woche in Berlin

Parade der Produktköniginnen: "würdevoll und fähnchenschwenkend"

Eine Veranstaltung, auf die ich mich schon seit fast zu Beginn meiner Amtszeit gefreut habe. Die ich aber gleichzeitig auch etwas fürchtete… Warum? Königinnenparade! Wie schaffe ich es würdevoll und fähnchenschwenkend in einer Parade von über 100 Produktköniginnen durch eine Halle der Grünen Woche in Berlin zu marschieren? Für mich eine große Herausforderung! Aber ich habe es geschafft – also zumindest fähnchenschwenkend. Mit dem würdevoll bin ich nicht ganz so sicher. Ein bisschen Abwechslung in die Masse an Krönchen und Kleidern hat der Thüringer Bratwurstkönig gebracht. Aber auch der Kartoffelkönig aus Neuenkirchen schien sich in der Frauen-dominierten Umgebung wohl zu fühlen.

Honigköniginnen vereint

Am Stand des Deutschen Imkerbundes konnte ich meine beiden Kolleginnen kennen lernen. Die Wurzbacher Honigkönigin Anja und die Bayerische Honigkönigin Franziska. Nach einem kurzen „Fotoshooting“ mit den beiden und dem DIB Präsidenten Peter Maske konnte ich dann auf eigene Faust – begleitet von den Eltern – die Messe erkunden.

Honiglich ansprechend war für mich ein Imker aus Lettland, der seinen Honig, aber auch eine interessante Honig-Pollen-Mischung zum Verkauf anbot. Außerdem konnte ich dem Angebot an einem Stand aus Litauen nicht widerstehen, der Honigtee verkaufte. Honigtee besteht primär aus Honig, enthält aber untergemischte Teeextrakte (und ist sehr lecker). An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich natürlich den hessischen Honig vertrete. Es gibt zahlreiche Gründe regionalen Honig dem auswärtigen vorzuziehen. Angefangen bei den kurzen Transportwegen, über die strengeren Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbunds bis hin zur Unterstützung der regionalen Imker und damit der Bestäubungsleistung im „eigenen Garten“. Nichtsdestotrotz probiere ich natürlich auch gerne nicht-heimische Honigsorten. Erfahrungsgewinn und honigliche Weiterbildung nenne ich das – aber morgens auf‘s Brötchen kommt der regionale Mischblütenhonig.

Natürlich gab es noch weitere Leckereien und auch Informationen auf der Messe.

Spaß auf dem Erlebnisbauernhof

Während der Erlebnisbauernhof vor allem durch landwirtschaftliche Maschinen, das bekannte Schweinemobil und lustige & lehrreiche Spiele punktete, war der Großteil der Messe doch eher kulinarisch geprägt.

In einem Bereich stellten sich die Bundesländer Deutschlands vor. (Hier haben meine Mutter und ich „in Hessen“ Butter aus Sauerrahm geschüttelt – ja, das funktioniert genau so, wie sich das anhört). Nach einem „Flens“ in Schleswig-Holstein sind wir durch das „Ministerium“ geschlendert und haben etwas über dessen Arbeit und die Bedeutung, die hinter dem BIO-Siegel steckt, erfahren. Nachdem wir dann so viel gelernt hatten, dass wir kein Wissen mehr aufnehmen konnten, gönnten wir uns ein bisschen Wein aus Italien, ein bisschen Wodka aus Russland, etwas Speck aus Tirol, ein Elch-Burger aus Schweden und ein Cannoli aus Sizilien…

Leider haben wir es nicht geschafft die gesamte Messe zu besuchen (so ist das, wenn man an jedem Stand stehen bleibt). Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß und empfehle jedem einen Besuch. Ich denke meine Eltern werden mir da bedingungslos zustimmen! Nur noch eine weitere Empfehlung: Nicht zu viel Geld mit nehmen – das kommt bestimmt nicht mehr mit nach Hause!

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Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt in Florstadt

Alle Jahre wieder…
Die Weihnachtszeit beginnt für die Imkerei Ruppel mit dem ersten Advent. Schon zum 5. Mal haben wir am Romantischen Adventsmarkt in Florstadt teilgenommen. Neben leckeren in Unter-Widdersheim und Florstadt geerntetem Honig bieten wir hier eine weihnachtliche Mischung aus Gewürzen in Honig an. Außerdem verkaufen wir die beliebten Produkte von Cum Natura und echte handgearbeitete Bienenwachskerzen aus Eigenproduktion. Da im letzten Jahr nur wenige Geschenkpackungen verkauft wurden, haben wir in diesem Jahr darauf verzichtet. Im Gegensatz dazu hat sich der heiße Met wieder größter Beliebtheit erfreut. Die Nachfrage war in diesem Jahr sogar so groß, dass der Met am Sonntag schon vor Marktschluss leer war.

Der Verkauf wurde wieder von der gesamten Familie unterstützt, so dass auch jeder die Gelegenheit hatte, selbst über den Markt zu schlendern. So konnten wir uns alle abwechselnd auf die Jakobsmuscheln am Stand der französischen Partnerstadt Pléneuf-Val-André stürzen ( – was auch schon eine gewisse Tradition hat). Neu hingegen war der Stand, der uns gegenüber aufgebaut war. Hier bot eine türkische Gruppe oder Familie abwechslungsreiches und leckeres Essen an,  das eine wunderbare Ergänzung zu dem “klassischen” Angebot von Bratwurst, Crêpes und Flammkuchen darstellte.

Der Florstädter Weihnachtsmarkt – wie immer eine schöne Veranstaltung, die zumindest für mich den Einstieg in die Weihnachtszeit darstellt. Hier kommt Weihnachtsstimmung auf, wenn der Nikolaus auf dem Trike einfährt!

Am 2. Advent nahmen wir in diesem Jahr zum ersten Mal am Hungener “Weihnachtszauber” teil. Im Gegensatz zu Florstadt, wo wir ja schon fast Stammkundschaft haben, waren wir hier “die Neuen”. Unsere Erwartungen waren dementsprechend gemäßigt und der Spaß an Präsentation, netten Unterhaltungen (und natürlich auch ein bisschen Verkauf) stand im Vordergrund. Auch das angebotene abwechslungsreiche Programm ließ keine Langeweile aufkommen. Zumal sich unser Stand gegenüber der Bühne befand.

Weihnachtsmarkt in Hungen

Als Fazit kann man sagen: Obwohl wir keinen Met und Apfelsaft verkauften, waren wir angenehm überrascht vom Ergebnis – das Hungener Publikum war aufgeschlossen und freundlich und wenn es mit der Zeit passt, kommen wir im nächsten Advent gerne wieder. Und für die Einladung und die Unterstützung beim Info-Rundgang: “Danke, Anke!”

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6. Hessischer Honigtag

26. Oktober 2014: 6. Hessischer Honigtag in Langen.

Nach dem Hessischen Honigtag 2010 in Friedberg war dieser Honigtag mein zweiter. Damals war ich hauptsächlich zum Verkauf von Honig und Büchern abgestellt. Dieses Mal sah mein Tagesablauf etwas anders aus.

Direkt nach dem 1. Vorsitzenden des LHI durfte ich mein Grußwort halten. Ich glaube so viele positive Rückmeldungen auf mein “Geschwätz” hatte ich vorher noch nie bekommen. Scheinbar gefiel den Leuten mein persönlicher Bezug zum Honigtag und zur Honigprämierung. Insbesondere mein “Nähkästchen-Geplaudere” wie es vor den Tagen der Honigeinsendung beim Herrn Kassenführer des LHI zuhause zugeht. Denn natürlich ist der Honig aus der Imkerei Ruppel regelmäßig dabei.

Bei der Honigprämierung werden die von den Imkern eingesendeten Proben ihrer Ernte untersucht. Es wird eine optisch-sensorische (Geruch, Geschmack, Aufmachung und dgl.) und eine chemische-physikalische Prüfung durchgeführt. Bei dieser wird der Honig auf chemische Rückstände (zum Beispiel Pflanzenschutzmittel) geprüft. Außerdem werden Wassergehalt und Invertasegehalt bestimmt. Es handelt sich also um eine gründliche und kostengünstige Methode für jeden Imker, die Qualität seines Honigs zu überprüfen.

Als Hessische Honigkönigin durfte ich mit dem Vorstand des Landesverbandes und Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser die Auszeichnungen übergeben. Besonders hat mich dabei natürlich die Übergabe an meine Eltern gefreut.

Preisträger der Imkervereins Friedberg und Umgebung

v.l.n.r.: 2. Vorsitzender LHI: Lothar Wehner, Preisträger Bernd Zerb, Anna-Lena I., Preisträger Petra und Ernst Ruppel (a.k.a. Kassenführer LHI), 1. Vorsitzender LHI Manfred Ritz

Offizieller Bericht

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Grundschultag auf dem Gut Neuhof

Der Hessische Grundschultag auf dem Gut Neuhof ist inzwischen auch schon etwas länger her. Um genau zu sein: Er fand am 9. Oktober von 8:30 Uhr – 13:30 Uhr statt. Der Kreis Offenbach lädt alle 2 Jahre die Schüler der dritten und vierten Klassen des Umfelds ein, die Natur auf besondere Art und Weise kennen zu lernen.
Die Kinder können verschiedene Tiere bestaunen und etwas über deren artgerechte Haltung lernen. Auch Obst- und Gartenbau sowie Forstwirtschaft stellen sich vor und informieren auf kindgerechte Art und Weise mit vielem zum Anfassen und viel Eigenbeteiligung. Des weiteren gab es Stände zu gesunder Ernährung, Milch u.v.m. Wie üblich verweise ich an dieser Stelle auf die offizielle Berichterstattung:

Ich  finde das Konzept des Grundschultages sehr gut. Die Kinder haben Spaß am Lernen und freuen sich über das interaktive Angebot. Für mich stellte sich allerdings die Frage warum der Hessische Grundschultag sich auf den Kreis Offenbach beschränkt. Es wäre schön, wenn eine Veranstaltung dieser Art für alle Grundschulkinder zugänglich wäre. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass auch ich gerne alle Stationen besucht hätte… (Nicht nur Kinder haben an interaktiven Angeboten Spaß!) Aber dafür reichte die Zeit leider nicht.

Es war vor allem schön zu sehen, dass die meisten Kinder wirklich an den Ständen interessiert waren und sich auch rege beteiligten. Diese Art der Bildung ist sicherlich intensiver und einprägsamer als alles, was innerhalb des Klassenraumes möglich wäre.

Fazit für mich: Ich hätte in der Grundschule auch gerne so einen Tag gehabt! Das Wetter war allerdings nicht so passend – aber was soll man Anfang Oktober schon erwarten?

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Laurentiusmarkt in Usingen

Direkt von Schwäbisch Gmünd nach Usingen. Den Laurentiusmarkt, der schon am Freitag eröffnet wurde, besuchte ich erst am Montag. Gar nicht so schlimm! Denn am Montag war dort Tag der Schulen und Kreistierschau. Wie ich von Cornelia Geratsch erfuhr, ist der Markt in den letzten Jahren immens gewachsen und konnte durch viel Engagement und Arbeit in eine vielfältige und originelle Veranstaltung verwandelt werden.

Imker Schießer erklärt die Welt der Bienen

Auf dem Festplatz angekommen, führte mich mein erster Weg zum Bienenlerntheater der Imkerei Schießer. Der ehemalige Grundschullehrer versteht es die Schulklasse mit einzubeziehen und unterhaltsam und verständlich das Leben der Biene und auch anderer Insekten zu vermitteln. Nicht zuletzt beeindruckten mich die realistischen Handpuppen (von Folkmanis), die hierbei zum Einsatz kommen – Resultat langjährigen Sammelns, wie Herr Schießer mir verriet. Doch am faszinierendsten war es, wie aufmerksam die schätzungsweise 40 Kinder der 1. und 2. Klasse waren.

Stolze Besitzerin eines Kürbisses

Insgesamt gab es auf dem Platz sehr viele Möglichkeiten zur Interaktion: Bestimmung von Holzarten, Streicheln von ausgestopften Wildkatzen, Kürbis schnitzen, Äpfel schälen und noch mehr. Und was so ein Krönchen nicht alles ausmacht … Ich bekam sogar einen Kürbis geschenkt!  

Auch ansonsten konnte ich mich über mangelnde Aufmerksamkeit weiß Gott nicht beschweren – insbesondere von kleinen Mädchen. Vielleicht wird eine von ihnen auch einmal Königin (“Darfst du die Krone behalten???”). Hunger leiden musste ich auch nicht, denn der Ablauf ab 11:30 Uhr war dieser: Belegte Brötchen und Kaffee, Rundgang, Brötchen mit Dosenwurst und Ebbelwoi, Tierschau, Schnitzel oder Wurst mit Pommes und Bier. Die Stärkung war auch nötig – denn auf der Bühne das “Usingen-Lied” zu singen ohne Kenntnis von Melodie oder Text ist keine einfache Sache. Zur Belohnung habe ich mir anschließend beim Schlendern über den Krammarkt eine Waffeltüte und eine Mettwurst gekauft.

Wir singen das "Usingen-Lied"

Fazit: Stände mit der Möglichkeit etwas anzufassen oder auszuprobieren wirken nicht nur auf Kinder anziehend. Ein einzigartiger und vorbildlicher Markt in dieser Hinsicht! Auch wenn die Kinder nicht alles behalten werden, so wird ihnen der Tag in Erinnerung bleiben. Vielleicht denken sie sich in 5- 10 Jahren, wenn sie sich mit Smartphone, Konsole oder was die Entwicklung bis dahin bringt, amüsieren, wie schön es damals war, als sie sich auf dem Laurentiusmarkt eine Strohschlacht mit der halben Klasse geliefert haben.

 

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