Grüne Woche in Berlin

Parade der Produktköniginnen: "würdevoll und fähnchenschwenkend"

Eine Veranstaltung, auf die ich mich schon seit fast zu Beginn meiner Amtszeit gefreut habe. Die ich aber gleichzeitig auch etwas fürchtete… Warum? Königinnenparade! Wie schaffe ich es würdevoll und fähnchenschwenkend in einer Parade von über 100 Produktköniginnen durch eine Halle der Grünen Woche in Berlin zu marschieren? Für mich eine große Herausforderung! Aber ich habe es geschafft – also zumindest fähnchenschwenkend. Mit dem würdevoll bin ich nicht ganz so sicher. Ein bisschen Abwechslung in die Masse an Krönchen und Kleidern hat der Thüringer Bratwurstkönig gebracht. Aber auch der Kartoffelkönig aus Neuenkirchen schien sich in der Frauen-dominierten Umgebung wohl zu fühlen.

Honigköniginnen vereint

Am Stand des Deutschen Imkerbundes konnte ich meine beiden Kolleginnen kennen lernen. Die Wurzbacher Honigkönigin Anja und die Bayerische Honigkönigin Franziska. Nach einem kurzen „Fotoshooting“ mit den beiden und dem DIB Präsidenten Peter Maske konnte ich dann auf eigene Faust – begleitet von den Eltern – die Messe erkunden.

Honiglich ansprechend war für mich ein Imker aus Lettland, der seinen Honig, aber auch eine interessante Honig-Pollen-Mischung zum Verkauf anbot. Außerdem konnte ich dem Angebot an einem Stand aus Litauen nicht widerstehen, der Honigtee verkaufte. Honigtee besteht primär aus Honig, enthält aber untergemischte Teeextrakte (und ist sehr lecker). An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich natürlich den hessischen Honig vertrete. Es gibt zahlreiche Gründe regionalen Honig dem auswärtigen vorzuziehen. Angefangen bei den kurzen Transportwegen, über die strengeren Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbunds bis hin zur Unterstützung der regionalen Imker und damit der Bestäubungsleistung im „eigenen Garten“. Nichtsdestotrotz probiere ich natürlich auch gerne nicht-heimische Honigsorten. Erfahrungsgewinn und honigliche Weiterbildung nenne ich das – aber morgens auf‘s Brötchen kommt der regionale Mischblütenhonig.

Natürlich gab es noch weitere Leckereien und auch Informationen auf der Messe.

Spaß auf dem Erlebnisbauernhof

Während der Erlebnisbauernhof vor allem durch landwirtschaftliche Maschinen, das bekannte Schweinemobil und lustige & lehrreiche Spiele punktete, war der Großteil der Messe doch eher kulinarisch geprägt.

In einem Bereich stellten sich die Bundesländer Deutschlands vor. (Hier haben meine Mutter und ich „in Hessen“ Butter aus Sauerrahm geschüttelt – ja, das funktioniert genau so, wie sich das anhört). Nach einem „Flens“ in Schleswig-Holstein sind wir durch das „Ministerium“ geschlendert und haben etwas über dessen Arbeit und die Bedeutung, die hinter dem BIO-Siegel steckt, erfahren. Nachdem wir dann so viel gelernt hatten, dass wir kein Wissen mehr aufnehmen konnten, gönnten wir uns ein bisschen Wein aus Italien, ein bisschen Wodka aus Russland, etwas Speck aus Tirol, ein Elch-Burger aus Schweden und ein Cannoli aus Sizilien…

Leider haben wir es nicht geschafft die gesamte Messe zu besuchen (so ist das, wenn man an jedem Stand stehen bleibt). Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß und empfehle jedem einen Besuch. Ich denke meine Eltern werden mir da bedingungslos zustimmen! Nur noch eine weitere Empfehlung: Nicht zu viel Geld mit nehmen – das kommt bestimmt nicht mehr mit nach Hause!

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